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JUSTIZOPFER KARDINAL STEPINAC        (16.07.2019)

Justizopfer Kardinal Stepinac zum Patron der Justiz vorgeschlagen

"Kardinal Stepinac zum Schutzpatron der Richter und Anw├Ąlte erkl├Ąren!" fordert Richterin Stahl


Am Vorabend des Stepinac-Gedenktages (10. Feb.) stellte Richterin Claudia Stahl, die sich der F├╝rsprache des seligen Alojzije anvertraut hat, diese Initiative in Kroatien vor.

Die g├Âttliche Vorsehung machte Claudia Stahl zu einer gro├čen F├Ârderin der Verehrung des kroatischen M├Ąrtyrers Kardinal Stepinac, obwohl sie zuvor nie etwas mit Kroatien, der kroatischen Kirche oder mit kroatischen B├╝rgern zu tun hatte. Claudia Stahl ist Juristin, Richterin und deutsche Staatsb├╝rgerin. Sie ist bescheiden, zur├╝ckhaltend und sanft in der Begegnung, aber scharf und pr├Ązise in ihren ├äu├čerungen. Den bekannten deutschen Charaktermerkmalen entsprechend, dr├╝ckt jede ihrer ├äu├čerungen Eifer und Disziplin sowie Klarheit und Genauigkeit ihrer Terminologie aus.


Stahl schl├Ągt vor, dass der selige Alojzije Stepinac zum Schutzpatron der Richter und Anw├Ąlte erkl├Ąrt werden sollte. Diese wertvolle Idee hat nicht nur eine symbolische Bedeutung - angesichts des Schicksals des f├Ąlschlich angeklagten und zu Unrecht verurteilten Kardinals. Diese Initiative scheint eine geistliche und ehrliche Inspirationen einer Person zu sein, die mit dem seligen Alojzije schon lange im Geiste befreundet ist.


Die deutsche Richterin kennt das Leben des Kardinals gut wie kaum ein Kroate, und sie ist von seiner himmlischen F├╝rsprache f├╝r das kroatische Volk ├╝berzeugt. Obwohl "Ausl├Ąnderin", schenkte sie dem kroatischen Volk diese gro├čartige Initiative, auf dass Stepinac einen neuen himmlischen F├╝rsprache-Bereich bekommt, und zwar ausgerechnet jenen, der ihm das Leben gekostet hat: den JURISTISCHEN.
"Von Kardinal Stepinac h├Ârte ich in Deutschland im Zusammenhang mit dem Dritten Reich. Als er selig gesprochen wurde, las ich von der heftigen Kontroverse um ihn herum. Das war f├╝r mich der Ansto├č, ├╝ber Stepinac zu forschen, denn ich wollte die Wahrheit erfahren. Ich kann es nicht erkl├Ąren, es war eine spirituelle Ber├╝hrung, so wollte ich immer mehr wissen."


"W├Ąhrend der Recherche sah ich, dass die Fakten nicht mit dem Bild ├╝bereinstimmten, das von ihm dargestellt wurde. Ich sehe Kardinal Stepinac in seinen Zimmern in Kra┼íi─ç: verurteilt, in Hausarrest, isoliert, todkrank. Aber immer noch so optimistisch, geduldig, gl├Ąubig und loyal gegen├╝ber dem Heiligen Vater. Acht Wochen vor seinem Tod schrieb er, dass seine Verurteilung ein politischer Mord war. Das muss eine Warnung an uns Juristen und an das Justizwesen sein. Deshalb bete ich zu ihm als Besch├╝tzer und F├╝rsprecher der Richter, damit wir immer unvoreingenommen richten und nur Wahrheit und Gerechtigkeit vertreten.", richtet Stahl aus.


"Alojzije Stepinac - die Biographie" hei├čt ihr fast 600 Seiten starkes Werk, das im Jahr 2017 im deutschen Sch├Âningher Verlag erschienen ist. Damit hatte sie k├╝rzlich ihren ersten ├Âffentlichen Auftritt in Kroatien bei der Pr├Ąsentation des Buches "Die kommunistische Verfolgung und das Martyrium des seligen Alojzije Stepinac" von Mons. Dr. Juraj Batelja, dem Postulator des Heiligsprechungsprozesses von Stepinac, an der Universit├Ąt Zadar. "Claudia Stahl ist meine 'Assistentin' und kroatische Botschafterin in der Welt." meinte der Postulator.

Claudia Stahl ist geboren in Hamburg, sie lebt in Berlin und arbeitet als Richterin am Verwaltungsgericht in Cottbus, einer Stadt in der N├Ąhe von Berlin. Sie beherrscht bestens die kroatische Sprache, die sie nur deshalb lernte, um Originaldokumente lesen zu k├Ânnen, die ihr helfen k├Ânnten, Authentisches ├╝ber das Leben von Kardinal Stepinac zu erfahren.


In ihrer Umgebung begegnete sie haupts├Ąchlich negativen Meinungen ├╝ber Stepinac. "Man sagte nicht, er sein ein Verbrecher, aber die Leute waren nicht davon ├╝berzeugt, dass er ein Heiliger war. Es gibt immer Zweifel, weil er verurteilt wurde, und viele denken, wenn jemand verurteilt wird, muss es einen Grund daf├╝r geben. Deshalb halte ich es f├╝r sehr wichtig, dass das kommunistische Urteil in Kroatien vor zwei Jahren annulliert wurde", meint Stahl.


"Auch Richter k├Ânnen sich in ihrem Urteil irren, aber sie tun es nicht in b├Âser Absicht. Aber im Fall von Stepinac haben kommunistische Richter absichtlich b├Âse gehandelt. Denn als professionelle Juristen haben sie wissen m├╝ssen, dass Stepinac unschuldig war, und dennoch haben sie bei diesem Schauprozess mitgemacht. Als ich Jura studiert und mich auf ein Staatsexamen vorbereitet habe, suchte ich Stepinac' Namen im Internet - ich wei├č nicht warum. Ich fand nur ein paar alte B├╝cher auf Englisch und Franz├Âsisch. Die vorhandenen kroatischen B├╝cher konnte ich damals nicht verstehen. Ich bat Alojzije f├╝r seine F├╝rsprache und f├╝r seine Unterst├╝tzung bei der Pr├╝fung. Ich habe ihm versprochen, sein Grab zu besuchen, und dass ich etwas ├╝ber ihn schreiben w├╝rde. Die Pr├╝fung habe ich bestanden und bekam die Stelle als Richterin. Dieser Pr├╝fungserfolg war f├╝r mich ein gro├čes Zeichen, das mich ersch├╝tterte. Es war eine Ber├╝hrung! Eine spirituelle Ber├╝hrung!


Ich wollte mein Versprechen halten. Ich habe in Berlin angefangen Kroatisch zu lernen, weil ich gesehen habe, dass ich ohne Kroatischkenntnisse nicht genau verstehen würde, was mit Stepinac wirklich los war. Ich reiste nach Kroatien, ich sah sein Grab in der Kathedrale und sein Zimmer und Bett in der Pfarre von Krašić. Von Anfang an hat mich Krašić, sein Geburts- und Sterbeort, am meisten berührt.


Vor acht Jahren wurde ich Richterin. Das verdanke ich dem lieben Gott und dem seligen Alojzije. Ich werde es nie vergessen. Ich bin gl├╝cklich, dass ich mein Versprechen halten konnte, ihm meine Dankbarkeit zu zeigen. Ich ging in ein deutsches Archiv. Ich sah, dass Stepinac sowohl als er am Leben war, als auch nach seinem Tod, in Deutschland eine bekannte Person war. Er war mit Deutschland verbunden, weil er am Germanicum, einem deutschen Institut in Rom, studiert hatte. Er hatte Zeit seines Lebens mehrere Freunde in Deutschland und auch einen deutschen Arzt. Ich fand heraus, dass er in seinen Briefen oft deutsche Sprichw├Ârter und deutsche Literatur zitierte. Er konnte Deutsch sehr gut, neben Franz├Âsisch, Italienisch und Latein."

Nachdem sie Kroatischunterricht nahm, begann sie, die Briefe des Kardinals aus dem Gef├Ąngnis ins Deutsche zu ├╝bersetzen. "Es war anfangs sehr schwierig, aber nach etwa hundert Briefen wurde es leichter. So habe ich in gewisser Weise die kroatische Sprache vom Kardinal gelernt.", schmunzelt Stahl.

"Sehr ber├╝hrend f├╝r mich ist auch das Grab von Stepinac im Zagreber Dom mit den vielen Menschen, die ununterbrochen zu ihm kommen. Es freut mich sehr zu sehen, dass der Kardinal, der von den Kommunisten isoliert wurde und abgeschirmt gestorben ist, jetzt st├Ąndig unz├Ąhlige Besucher hat! Denn eine solche Verehrung hat er auch verdient. Er ist ein sehr treuer Freund", sagte Claudia Stahl, die am 10. Februar, dem Gedenktag des Seligen, an der Feier in der Kathedrale von Zagreb teilnahm.

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